Auszüge aus unserem Schulprogramm
|
|
Download
Flyer als .pdf (266kb) |
Diese Auszüge aus unserem Schulprogramm vermitteln Ihnen einen kleine Überblick über die Atmosphäre der Schule, das Schulleben und unser Erziehungskonzept in der HAGELKREUZSCHULE. Um auch etwas "Schwarz auf Weiß" in Händen zu halten, bieten wir Ihnen hier einen Flyer zum Download an.
|
|
WACHSTUM UND INTEGRATION

Die Hagelkreuzschule in Lüttingen hat sich in den vergangenen 15 Jahren rasant entwickelt. Sie wuchs von 4 Klassen und 100 Schülern im Jahre 1990 auf 12 Klassen mit ca. 300 Schülern im Jahr 2000. Dabei gab es Schulbauerweiterungen in den Jahren 1995 und 2000. Diese Klassen- und Schülerzahlen haben sich in den Jahren bis 2006 konstant gehalten. Zur Zeit hat die Schule 10 Klassen.
Die Kinder stammen aus den Ortschaften Lüttingen, Beek, Wardt, Mörmter und der Stadt Xanten und werden aus rund 10 verschiedenen Kindergärten in diesen Ortsteilen bei uns angemeldet. Insbesondere das Neubaugebiet in Beek hat für die konstant hohen Schülerzahlen gesorgt.
Ein solches Schulprogramm, wie es hier vorliegt, soll seinen Beitrag seitens
der Schule zu dieser notwendigen Integration leisten. Es soll helfen,
allen, die dazu gekommen sind und noch dazu kommen werden, sich leichter
und besser zurecht zu finden.
Denn hier in diesem Schulprogramm sind unser Selbstverständnis, unsere
Ziele und die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit in Lüttingen
zusammengefasst. In diesem Programm finden Sie den Grundkonsens aller Kolleginnen
und Kollegen für diese tägliche Arbeit mit den uns anvertrauten
Kindern.
|
|
ERZIEHUNGSKONZEPT/ SCHULATMOSPHÄRE

In unserer Hagelkreuzschule wollen wir eine Atmosphäre
schaffen, in der Kinder gerne lernen und sich wohl fühlen. Ein modernes
und kindgerecht gestaltetes Schulgebäude sowie ein attraktiver Schulhof
tragen dazu bei.
Der Erziehungsstil des Kollegiums, der sowohl freundlich, aber auch konsequent
ist, soll den Kindern Zuverlässigkeit vermitteln und Orientierungshilfe
geben.
Tragende Säule dieser Erziehungsbemühungen ist eine christliche
Grundhaltung, aus der heraus die Kinder Leistungs- und Hilfsbereitschaft,
Toleranz, Konfliktfähigkeit und Vertrauen entwickeln können.
Rituale sind unerlässlich, um den Kindern Orientierungshilfen im
Schulalltag zu geben und dadurch Schule als sicheren und geborgenen Lebensraum
erfahrbar zu machen. Dazu zählen unter anderem: Erzählkreis zum
Wochenanfang, gemeinsamer Unterrichtsbeginn (Gebet oder Lied), gemeinsame
Frühstückspause, Klassendienste, Geburtstage etc.
1. Religiös - Christliche Erziehung
Die Hagelkreuzschule ist eine katholische Grundschule, an der die christlichen
Jahresfeste immer wieder die Atmosphäre und das Miteinander prägen.
St. Martin, St. Nikolaus, die Adventszeit mit dem Weihnachtsfest, Karneval
und Ostern werden jedes Jahr zum Anlass für Feste und Feiern in der
Schulgemeinschaft, in den einzelnen Klassen und mit den Eltern genommen. Die
dritten und vierten Klassen gehen regelmäßig freitags zum
Gottesdienst. In der Regel wird der Unterricht jeden Morgen mit einem Gebet
oder einem Lied begonnen.
2. Soziale Umgangsformen
Respekt vor dem Anderen ist eine wichtige Voraussetzung für gemeinsames
Lernen und Leben. Wir wollen unseren Kindern Wege zeigen, wie sie sich im
Unterricht und während der Pausen gegenseitig helfen und Verantwortung
füreinander tragen können. Jedes Kind einer dritten Klasse übernimmt
die Patenschaft für ein neu eingeschultes Kind und ist Ansprechpartner
für alle Probleme und Fragen beim Start ins Schulleben. Ein weiteres
Element dieser Erziehung zu gemeinschaftlichem Handeln sind die Klassendienste,
die jedes Kind im Laufe des Schuljahres übernimmt.

3. Klassenlehrerprinzip
Wie in den Richtlinien vorgesehen, wird möglichst viel Unterricht
von einem Lehrer, dem Klassenlehrer, erteilt. Wir halten es für wichtig,
dass die Kinder sich in der Grundschulzeit geborgen fühlen und wenn
möglich wenige, aber verlässliche Bezugspersonen haben. Deshalb
unterrichten und führen wir "unsere" Klassen möglichst die gesamten
vier Jahre der Grundschulzeit, wobei in den letzten Klassen in geringem Umfang
auch FachlehrerInnen eingesetzt werden.
4. Unterrichtsformen
Wir wollen die Kinder vorsichtig an selbständiges, selbstgesteuertes
Lernen heranführen. Deshalb werden sie schrittweise in Arbeitsweisen
und Unterrichtsformen wie Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Freiarbeit, Wochenplan
und Stationslernen eingeführt. Dabei üben sie zielgerichtetes,
individuelles Arbeiten aber auch gemeinsames, rücksichtsvolles Lernen
ein.
5. Umwelterziehung
Damit die Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt erzogen
werden, haben wir folgende Einrichtungen:
Wir trennen in jeder Klasse den Müll nach Papier, wiederverwertbaren
Stoffen und Restmüll.
Schulmilch für die Pause bestellen wir in Mehrwegflaschen.
Die Viertklässler sammeln auf dem Schulhof und auf dem Dorfplatz
den
Müll auf.
Bei Festen und Feierlichkeiten verwenden wir möglichst kein
Einweggeschirr, sondern fordern die Eltern auf, Teller und Tassen von zu
Hause mitzubringen.
6. Verlässliche Grundschule Schule von 8 bis 1
Familien, die ihre Kinder verlässlich bis 13.20 Uhr in der Schule
betreut wissen möchten, können unser Angebot "Schule von 8 bis 1"
gegen ein monatliches Entgelt wahrnehmen. Die Erzieherin Frau van Wesel –
Berking sorgt in einem speziellen Betreuungsraum für eine abwechslungsreiche
Beschäftigung. Träger der Maßnahme ist seit 1996 der Förderverein
der Hagelkreuzschule.
7. Kollegiale Teamarbeit
Das Vorleben und Beispiel-Geben in der praktischen Zusammenarbeit und
im freundlichen Umgang des Kollegiums miteinander prägt ebenfalls die
Schulatmosphäre. Die Kolleginnen planen innerhalb einer Jahrgangsstufe
gemeinsame Unterrichtseinheiten, Ausflüge und Klassenarbeiten. Sie
stehen in einem ständigen Erfahrungs- und Materialaustausch, von dem
alle profitieren. Im Falle einer Erkrankung übernimmt eine Kollegin
der Jahrgangsstufe stellvertretend die Aufgaben der Klassenlehrerin und
steht der Kollegin, die die Unterrichtsvertretung übernimmt, beratend
zur Seite. Die Kinder erleben diese kollegiale Teamarbeit und erhalten somit
ein Vorbild für ihr eigenes Verhalten innerhalb ihrer Klassengemeinschaft.
|
|
SCHULLEBEN / AKTIVITÄTEN

1. Einschulung
Die Einschulungsfeier für die Schulneulinge und deren Eltern beginnt
mit einem gemeinsamen Wortgottesdienst im Pfarrzentrum. Anschließend
findet im Forum oder auf dem Schulhof eine kleine Begrüßungsfeier
statt. Die Kinder des 3. Schuljahres übernehmen die Patenschaften der
Schulneulinge und begleiten sie in ihre neue Klasse. Für die kommenden
Wochen helfen sie den Erstklässlern bei der Orientierung in der neuen
Schule und bei Fragen oder Problemen in der Pause.
2. Schulausflüge / Wanderungen / Theaterbesuche
Innerhalb des Schuljahres unternimmt jede Klasse unabhängig voneinander
einen Wandertag. Zum Ende des Schuljahres findet ein gemeinsamer Ausflug mit der gesamten
Schule in die Xantener Umgebung statt. In unregelmäßigen Abständen werden die Theateraufführungen im Amphitheater in Birten besucht. Es werden auch die Theaterangebote aus Wesel und Rheinberg genutzt. Am Ende des 3. oder zu Beginn des 4. Schuljahres findet eine Abschlussfahrt statt.
3. Projekttage
Projektwochen bzw. Projekttage finden etwa alle 4 Jahre statt. Jedes Schulkind
soll wenigstens einmal während seiner Grundschulzeit Projekttage
miterleben.
4. Schulfeste und Feiern
Zu St. Martin findet ein Laternenumzug durch das Dorf statt,
der musikalisch von verschiedenen Musikgruppen mitgestaltet wird. Einige
Kinder führen das Martinsspiel auf. Danach bekommt jedes Kind eine
Martinstüte.
Der Nikolaus besucht die Schulkinder und bringt allen Kindern
einen Weckmann mit.
Adventszeit: Montags morgens beginnen alle gemeinsam mit vorweihnachtlichen
Liedern und Texten die Woche.
Weihnachtsfeier: Es gibt nach Absprache entweder eine große,
gemeinsame Weihnachtsfeier mit Beiträgen aus allen Klassen (und Theater
AG, Flöten-AG etc.) oder klasseninterne Weihnachtsfeiern mit oder ohne
Eltern.
Karneval: Am Veilchendienstag kommen Lehrer und Kinder um 8.00
Uhr verkleidet zur Schule. Um 10.00 Uhr erfolgt der alljährliche Umzug
durch das Dorf, der auch wieder musikalisch vom Musikverein begleitet wird.
Die Eltern stehen am Straßenrand und werfen Süßigkeiten
in den Zug. Der Umzug endet auf dem Schulhof. Dort gibt es für alle
Würstchen und Getränke. (Die Organisation kommt im Wechsel vom
Förderverein oder vom Kindergarten.)
Sportfest (Bundesjugendspiele): Jährlich werden mit allen
Klassen die Bundesjugendspiele durchgeführt. Zusätzlich zu dem
sportlichen Dreikampf werden verschiedene weitere Staffelläufe und
Wettspiele angeboten.
Gemeinschaftsveranstaltung: Jährlich findet eine gemeinschaftliche
Veranstaltung unter wechselndem Motto statt (z.B. Projekttage mit Präsentation
für die Öffentlichkeit, Sport- und Spielfest, Basare o.ä.)
|
|
|
ELTERNARBEIT
Die Beteiligung der Eltern am Schulleben und der
Kontakt zwischen Eltern und Lehrern sind wesentliche Elemente unserer Unterrichts-
und Erziehungsarbeit.
1. Mitwirkungsorgane
Klassenpflegschaften
Die Mitglieder einer Klassenpflegschaft sind die Erziehungsberechtigten
der Schüler einer Klasse. Diese wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden
und einen Stellvertreter.
Schulpflegschaft
Die Vorsitzenden aller Klassenpflegschaften bilden die Schulpflegschaft,
die wiederum aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter
wählen.
Schulkonferenz
An unserer Schule bilden sechs Lehrer und sechs aus der Schulpflegschaft
gewählte Elternvertreter die Schulkonferenz, deren Vorsitz die Schulleitung
hat. Die Schulkonferenz ist das Beschlussorgan der Schule.
2. Elternsprechtage
In jedem Schulhalbjahr wird ein Elternsprechtag durchgeführt. Um
möglichst allen Eltern die Gelegenheit zu einem eingehenden Gespräch
mit den Lehrern ihres Kindes zu geben, werden ein Vormittag und ein Nachmittag
angeboten.
Zusätzlich findet vor den Anmeldungen zu den weiterführenden
Schulen ein individuelles Beratungsgespräch mit den Eltern der Kinder
aus den 4. Klassen statt.
3. Beratung
Die Beratung beginnt schon mit Informationsabenden in den verschiedenen
Kindergärten, bevor die Kinder in die Schule kommen. Sie wird
auch nach der vierjährigen Grundschulzeit fortgeführt, indem wir
GrundschullehrerInnen an den Erprobungstufenkonferenzen der weiterführenden
Schulen teilnehmen. Darüber hinaus findet während der Grundschulzeit
eine ständige Beratung der Eltern in Form von Telefonaten und persönlichen
Gesprächen statt, sofern es erforderlich oder erwünscht ist.
4. Elternbesuche im Unterricht
Nach vorheriger Anmeldung und Absprache mit den Lehrern sind Eltern im
Unterricht herzlich willkommen.
5. Mitarbeit der Eltern an schulischen Vorhaben
Nach gutem Brauch beteiligen sich Eltern an der Organisation und Durchführung
verschiedener schulischer Projekte:
Mithilfe bei der Vorbereitung und der Durchführung der Radfahrprüfung
in den 4. Klassen
Begleitung und Unterstützung der Lehrer bei Unterrichtsgängen,
Wanderungen bzw. Ausflügen, Karnevalszügen, Projekttagen, Schulfesten,
Martinszügen, Theaterbesuchen, Sportfesten, Crosslauf sowie beim Basteln
und bei ersten Backversuchen.
6. Förderverein
Unser Förderverein hat zur Zeit 200 Mitglieder. Durch Bereitstellung
beträchtlicher finanzieller Mittel für Anschaffungen von z.B.
Ganzschriften, Computern, Trockenschränken, Paletti, vielen anderen
Unterrichtsmedien und zur Einrichtung der Schülerküche usw. unterstützt
er die schulische Arbeit.
Außerdem organisiert und finanziert er Feste und Veranstaltungen
wie Schulfeste, Karnevalszug, Tage der offenen Tür, Nikolausbesuch in
allen Klassen, Ausflüge, Theaterbesuche, Klassenfahrten usw.
Für das Betreuungsangebot "Schule von 8 bis 1" hat er seit 1996 die
Trägerschaft übernommen.
|
|
|
UNTERRICHT

Als Bekenntnisschule werden
an unserer Schule die Grundsätze des christlichen Glaubens in Unterricht
und Erziehung sowie bei der Gestaltung des Schullebens berücksichtigt
(siehe Erziehungskonzept).
Im Sinne des erziehenden Unterrichts werden den Kindern grundlegende Kenntnisse
und Fertigkeiten in allen Fächern vermittelt. Daher ist die Schule
bestrebt, die kindliche Neugier aufzunehmen und für selbständiges
Beobachten, Ausprobieren und Entdecken Raum zu geben. So ist unsere unterrichtliche
Arbeit nicht lediglich auf mechanisches Einüben und Einprägen
beschränkt. Um einen kind-, sach- und leistungsorientierten Unterricht
zu gestalten, sind vielfältige Arbeitsformen möglich: Einzelarbeit,
Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Frontalunterricht, Wochenplan, Freie Arbeit,
Projekte und Projekttage.
Um den Kindern Orientierungshilfen im Schulalltag zu geben sind Rituale
unerlässlich. Sie tragen dazu bei, Schule als sicheren und geborgenen
Lebensraum erfahrbar zu machen. Dazu zählen unter anderem: gemeinsamer
Anfang (Morgenlied, Morgenkreis, Morgengebet), gemeinsame Frühstückspause,
gemeinsames Klassenfrühstück, Klassendienste, Wochenbeginn- und
abschlusskreis.
1. Unterrichtsinhalte/Lernziele
Die Unterrichtsinhalte orientieren sich an den Richtlinien und Lehrplänen
für die Grundschule des Landes NRW von 1985. Besondere Bedeutung kommt
Themen zu, die für die Sicherheit und die Entwicklung des Kindes wichtig
sind:
richtiges Verhalten der Kinder im Straßenverkehr (Radfahrtraining)und
an Bushaltestellen
Gesundheitserziehung (z.B. Zahnarztbesuch)
Umgang mit neuen Medien (Computer, TV)
2. Anfangsunterricht
Im Anfangsunterricht ist die Berücksichtigung der Individuallage
der Kinder von besonderer Bedeutung und notwendige Bedingung für erfolgreiches
Lernen. Dabei haben an unserer Schule folgende Aspekte besondere Bedeutung:
handelnder Umgang mit veranschaulichendem Material
häufig wechselnde Arbeitsphasen bezüglich Methode und Inhalt
fächerübergreifender Gesamtunterricht
3. Lehr- und Lernmittel
Einsatz von Lehrbüchern nach Vorschlägen der Lehrer-
bzw. Schulkonferenz
Lernspiele
Computerprogramme
Anschauungsmaterialien, besonders für Sachunterricht und
Mathematik (z.B. Karten, Zahlenstreifen usw.)
4. Notengebung und Leistungsbewertung
Unsere Schule ist bestrebt, bei allen Kindern die Bereitschaft und die
Fähigkeit zu entwickeln, Leistungen zu erbringen. Jedes Kind sollte möglichst
erfahren, dass es etwas leisten kann, um so Selbstvertrauen als Basis für
neue Leistungen aufzubauen.
Grundlagen für die Leistungsbewertung sind die Lehrpläne und
Richtlinien für die Grundschule in NRW (1985) und die vorliegenden Konzepte
hinsichtlich der Mindestanforderungen und erweiterten Anforderungen für
die Lernbereiche Sprache, Mathematik und Sachunterricht.
Individuelle Leistungen, die besonders in den Fächern Kunst, Musik
und Sport durch engagierte Mitarbeit einzelner SchülerInnen erkennbar
sind, wie auch normorientierte Leistungen werden erfasst und gewürdigt.
Unser Ziel ist es, die Kinder grundsätzlich dazu anzuhalten, Aufgaben
beharrlich zu Ende zu führen, auch wenn dies große Anstrengungen
erfordern sollte. Dabei beachten wir, dass nicht alle Kinder stets vergleichbare
Leistungen erbringen können. Daraus resultiert die Forderung nach innerer
und äußerer Differenzierung:
Äußere Differenzierung: Räumliche Trennung der Lerngruppen,
damit verbunden die Differenzierung der Inhalte (siehe Punkt Förderunterricht).
Innere Differenzierung: Gemeinsames Lernen in einem Klassenraum, jedoch
auf unterschiedlichem Niveau.
5. Förderunterricht
Entsprechend den Möglichkeiten des zur Verfügung stehenden Stundenpotentials
werden sowohl leistungsschwache als auch begabtere Kinder gefördert.
Eine zusätzliche Förderung von Ausländerkindern mit erheblichen
Sprachdefiziten erfolgt nach Bedarf.

6. Unter Leistung verstehen wir:
Allgemein
die Bereitschaft, sich anzustrengen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen
Gelerntes auf neue Aufgabenstellungen anzuwenden
die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und auszuschöpfen
Ergebnisse selbstkritisch zu überdenken, zu kontrollieren,zu verbessern
Sozial
andere Meinungen und Vorschläge in seine Überlegungen einzubeziehen
Regeln einer Gemeinschaft anzuerkennen und anzuwenden
andere in ihrer Persönlichkeit zu respektieren und gelten zu lassen
mit anderen zielorientiert zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu helfen
7. Leistungsbewertung
In Klasse 1 und 2 erfolgt eine Leistungsbewertung durch ein Gutachten,
in dem die Kinder an ihren individuellen Lernmöglichkeiten gemessen werden
und für ihre persönlichen Lernfortschritte Bestätigung erfahren.
Sie sollen Leistungszuversicht und Selbstvertrauen gewinnen, wodurch sie
letztlich leistungsfähig werden. Daher entfällt in diesen Zeugnissen
die Bewertung durch Noten.
In den Klassen 3 und 4 tritt die Leistungsbewertung durch ein Textgutachten
zunehmend zurück und entfällt schließlich in Klasse 4 zugunsten
eines nun reinen Notenzeugnisses ganz. Damit werden die Leistungen der Kinder
zunehmend vergleichbarer und dienen neben der Schulformempfehlung so auch
als wichtiges Kriterium für den Übergang zu weiterführenden Schulen.
Bewertung schriftlicher Leistungen durch:
Lernzielkontrollen
Klassenarbeiten
Würdigung der Hausaufgaben
Arbeitsblätter
In die Bewertung fließen ein:
äußere Form
Vollständigkeit
Einhaltung eines vorgegebenen zeitlichen Rahmens
Fleiß, Ausdauer und die Fähigkeit zur Selbstkontrolle
Einbringung von eigenen Vorstellungen und Ideen
Bewertung mündlicher Leistungen durch:
Mitarbeit
Unterstützung des Unterrichts durch eigenes Engagement wie
z.B. Mitbringen von Materialien
8. Schriftliche Arbeiten
In den Klassen 1 und 2 werden in den Lernbereichen Sprache und Mathematik
nach einer Lerneinheit schriftliche Lernkontrollen durchgeführt. Der
Schreiblehrgang beginnt mit Druckschrift und wird in lateinischer Ausgangsschrift
fortgeführt.
In den Klassen 3 und 4 werden wie schon in den Jahrgängen zuvor im
Anschluss an eine Lerneinheit Klassenarbeiten bzw. Lernzielkontrollen durchgeführt
(s.o.). Dies sind:
Diktate
Mathematikarbeiten
Aufsätze (Berücksichtigung unterschiedlicher Textformen
wie Bildergeschichten, Erlebniserzählungen, Phantasieerzählungen,
kurze Berichte, Beschreibungen und frei verfasste Texte)
Lernzielkontrollen in den Fächern Musik, Sachunterricht und Religion
9. Außerschulische Lernorte
Wie eingangs erwähnt, findet unsere unterrichtliche Arbeit auch an
außerschulischen Lernorten statt:
Museen
Zoo
APX
historische Altstadt
städtische Einrichtungen (Rathaus, Bücherei, Feuerwehr,
Polizei,Klärwerk, Wasserwerk)
Theater
Handwerksbetriebe
Bauernhof
10. Fachleute im Unterricht
Diese helfen uns regelmäßig, unsere Schule weiter zu öffnen
und den Unterricht insgesamt noch praxisorientierter zu planen und zu gestalten:
Polizei
Zahnarzt
Handwerker
Eltern und Großeltern berichten über spezielle Themen
(z.B. Schule früher - heute)
Feuerwehr
Abfallentsorgung
|
|
|
ÖRTLICHE UND ÜBERÖRTLICHE ANBINDUNG

Auch die Hilfen und Angebote
der folgenden Partner unserer Schulgemeinschaft nutzen wir gern und regelmäßig:
Polizei
Unsere Schule hat engen Kontakt mit der örtlichen Polizei, z.B. finden
in den ersten zwei Schulwochen für die Erstklässler Übungen
im Straßenverkehr statt (z.B. Überqueren der Straße). Im
4. Schuljahr wird die Radfahrprüfung vorbereitet und durchgeführt.
Im Bereich der Gewaltprävention arbeiten wir mit der Polizei des Kreises
Wesel zusammen.
Tambourcorps
Zum Martinsfest unterstützt das Lüttinger Tambourcorps die Kinder
beim Umzug durchs Dorf musikalisch.
Stadtbücherei
In Xanten gibt es eine Stadtbücherei, die von den Kindern im Laufe
der Grundschulzeit besucht wird. Dort lernen sie die Ausleihe und
Benutzung der Bücher kennen. Daraufhin besorgen sich viele Kinder einen
Familienausweis und nutzen die Bücherei regelmäßig.
Kindergärten
Zu unserem Einzugsbereich gehören 11 Kindergärten.
Es findet einmal im Jahr, am ersten Tag nach den Herbstferien, ein Treffen
mit den Erzieherinnen und Eltern der Schulneulinge, unserem Schulleiter
und der Beratungslehrerin statt. Dabei geht es um grundsätzliche Fragen
der Erziehung und der Schulfähigkeit. Die Vorschulkinder der Kindergärten
kommen kurz vor den Sommerferien zur Hospitation eine Stunde in unsere Schule.
Kath. Pfarrgemeinde St. Pantaleon
In Zusammenarbeit mit der Kath. Pfarrgemeinde St. Pantaleon finden für
die 3./4. Schuljahre regelmäßig Schulmessen statt. Unsere Erstklässler
werden mit einem Einschulungsgottesdienst im Pfarrzentrum begrüßt
und die Viertklässler mit einem Gottesdienst am Ende der Grundschulzeit
entlassen.
Ev. Kirchengemeinde
Es bestehen Kontakte zur ev. Kirchengemeinde.
Beratungsstellen
Im Einzugsbereich unserer Schule gibt es Beratungsstellen für Eltern,
Kinder und Jugendliche in Xanten, Wesel und Rheinberg. Zum Teil gibt es
in diesen Einrichtungen ziemlich lange Wartezeiten. Von daher sollten die
Eltern sich informieren, wo ihnen schnellstmögliche Hilfe zuteil werden
kann.
Jugendamt
Das für uns zuständige Jugendamt, eine Zweigstelle der Kreisverwaltung
Wesel, befindet sich in Xanten im Rathaus. Es kann bei Erziehungsschwierigkeiten
in Anspruch genommen werden.
Abfallberatung des Kreises Wesel
Die Abfallberatung des Kreises Wesel steht uns auf Anfrage zur Verfügung,
z.B. indem sie Referenten zum Thema Müllvermeidung stellt sowie einen
Müllcomputer der Schule ausleiht.
Schulen und Universitäten
Jedes Jahr kommen Praktikanten der 12. Klassen der umliegenden Schulen
bzw. Lehramtsstudenten der Universitäten zu uns, um ein Praktikum zu
absolvieren.
Studienseminar
Die Hagelkreuzschule ist Ausbildungsschule im Bereich des Studienseminars
Kleve.
Freiwillige Feuerwehr Lüttingen
Es bestehen Kontakte zur Freiwilligen Feuerwehr Lüttingen, z.B. bei
der Vorbereitung und Durchführung des Martinszuges.
|
|
|
AUSBLICK

Dieses Schulprogramm ist natürlich
keine endgültige Beschreibung unserer Hagelkreuzschule. Wir befinden
uns in einer ständigen Entwicklung, die durch veränderte Kinder,
veränderte gesellschaftliche Verhältnisse oder Erfordernisse und
durch neue pädagogische Einsichten immer wieder angestoßen wird.
Zur Zeit arbeitet das Kollegium der Hagelkreuzschule
an den folgenden Bausteinen:
1. Leistungserfassung und Leistungsbewertung
im Lernbereich Sprachgebrauch
In diesem Bereich beschäftigen wir uns mit Fragen der Entwicklung
der Sprech- und Schreibfertigkeiten der Schulkinder, wie ihre Entwicklung
gefördert und beobachtet werden kann, wie ihre Leistungen erfasst und
bewertet werden können. Dazu hat es bereits eine Fortbildung gegeben.
Dieser Prozess wird in nächster Zeit fortgesetzt.
2. Umgang mit neuen Medien,
insbesondere mit dem Computer und seinen Möglichkeiten.
Wir haben nicht nur für alle Klassen Computer angeschafft, sondern
erproben nun auch den unterschiedlichen Umgang mit der Software. Lernprogramme
werden ausprobiert, CD-Roms als Informationsquelle im Unterricht werden
genutzt. Wir haben uns dabei ganz bewusst für einen Einsatz der Computer
innerhalb der Klassen in Medienecken und gegen einen zentralen Computerraum
entschieden. Das Kollegium selbst bildet sich intern am Computer weiter
und nimmt an Fortbildungsangeboten von außen teil. Eine interne Evalution
dieser neuen Medien im Unterricht ist für das nächste Schuljahr
geplant.
3. Neue Richtlinien im Fach Sport
Die neuen Richtlinien im Fach Sport berücksichtigen sehr stark, dass
eine vielfältige motorische Entwicklung und ein vielfältiges Angebot
für die unterschiedlichsten Sinneserfahrungen in jungen Jahren die
geistige, intellektuelle und emotionale Entwicklung der gesamten Kindespersönlichkeit
fördert. Unsere Lehramtsanwärterin Frau Holtkamp-Endemann gab
uns in einer kollegiumsinternen Fortbildung einen umfassenden Einblick in
die neuen Richtlinien, ihre Absichten und Umsetzungsmöglichkeiten.
Unsere Bewegte Schule mit dem Einsatz der neuen Move-it-Boxen in den Jahrgangsstufen
1 und 2 vor allem während der Regenpausen ist eine Auswirkung dieser
gemeinsamen Fortbildung.
4. Die Erweiterung unserer Schule
Um die Erweiterung der Schule voranzutreiben, genügte es nicht, zwei
Neubaumaßnahmen durchzuführen und für einen unfallfreien
Ablauf während der Bauphase zu sorgen. Es musste eine Klasse ins Feuerwehrgerätehaus
ausgelagert werden, es musste der Schulhof auf die Wiese an der Hagelkreuzstraße
ausgeweitet werden und als Folge daraus waren über einen Zeitraum von
mehr als einem Jahr zahlreiche zusätzliche organisatorische Dinge zu
regeln. Das Kollegium und die Schulleitung waren daher in der vergangenen
Zeit auch entscheidend damit befasst, die Bauphase, den Bau selbst und das
Leben in diesem Neubau zu gestalten. So wurde im 1. Schulhalbjahr
2000/2001 eine Projektwoche zum Thema „Wir gestalten unsere neue Schule“
durchgeführt. Bei der feierlichen Übergabe und am Tag der
offenen Tür im Oktober 2000 wurden die vielfältigen Anstrengungen
der gesamten Schulgemeinschaft von der Öffentlichkeit mit großer
Anerkennung gewürdigt. In vielen Einzelgesprächen wurde mit lobenden
Worten zum Ausdruck gebracht, dass die Hagelkreuzschule den fast 300 Grundschulkindern
nun einen modernen Lebens- und Erfahrungsraum in einer attraktiven Umgebung
innerhalb des Lüttinger Dorfkerns bietet.

|